Die Geschichte eines Waldes und einer Stadt
- vor 6 Tagen
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Zeitreise in zwei Teilen mit Barbara Laumer
Wir treffen uns vor der gotischen Pfarrkirche St. Stephan und bekommen hier schon eine Menge interessante Informationen: hier stand früher die erste Ansiedlung, nur ein kleines Kirchendorf, das 1111 seine erste urkundliche Erwähnung in Passauer Dokumenten fand. In der heutigen Kirche sind die Fresken in der Taufkapelle und außen aus dem 15. Jahrhundert besonders sehenswert, wahrscheinlich die ältesten Gemälde der Stadt.

Im Inneren der Kirche – ich bin zigmal vorbeigegangen und habe es nie wirklich gesehen – ein Relief des Ritters Andreas von Lappitz, der es unter Kaiser Maximilian sogar zum Marschall in Wien brachte. Er hinterließ in der Mitte des 15. Jahrhunderts seine lebendig gschriebene Autobiographie seiner abenteuerlichen Jugenderlebnisse für seine Söhne und somit uns die erste literarische Hinterlassenschaft aus unserem Raum.
Noch sehr interessant: Amstetten war Mitte des 16. Jahrhunderts evangelisch – es fand hier 25 Jahre kein katholischer Gottesdienst statt.

Auf der Strecke zum Jakobsbrunnenweg, der als Erholungs- und Promenierweg diente, erfahren wir Interessantes von den drei Mühlen, die es im 19. Jahrhundert am Beginn der Waidhofnerstr. (zwischen Wörthstraße u. Klosterstraße) sowie vis a vis des Parkhauses bei der unteren CCA gab.

Hier und entlang der Wörthstraße und der Kirchenstraße entstand Amstetten. Der heutige Hauptplatz wurde erst später besiedelt.
Entlang des Jakobsbrunnenwegs sehen wir Einschnitte im Hang zum Krautberg und zur Silberweis – sie dienten als Fluchtburg bzw. zum Ausspionieren von Feinden während der vielen Überfälle und Kriegszeiten.

Der erste Teil der Führung endet mit einigen der ältesten Häuser Amstettens in der Kirchenstraße, die früher eine elegante Einkaufsstraße war und von der viele Geschäfte heute leide leer stehen.
Der zweite Teil der Wanderung beginnt ebenfalls bei der Stephanskirche und führt über die Linzer Straße und den Kreuzberg über den Krautberg und die Silberweis und wieder zurück. Es geht um eine Zeitreise in die Geschichte und Bedeutung des Waldes am Hang hinter der Kirche, sowie die Entstehung des Marktes und der Stadt Amstetten.

Barbara Laumer ist Elementar- und Waldpädagogin mit zahlreichen weiteren Ausbildungen im Bereich Naturvermittlung, Forst und Kultur, Waldbaden
Nähere Infos dazu unter: www.barbara-laumer.at
Tel 0650/54 54 708
Die Führungen sind buchbar über die VHS Amstetten:
oder private Termine ab 8 Personen (inkl. Kinder ab 4 Jahren)


